Technische Einzelheiten

Härte:
Fast alle Kampf - Schwerter und Dolche haben eine Härte von ca. 50 HRC. Geringe Abweichungen sind kein Problem, jedoch sollten die Waffen, die aufeinander treffen die möglichst den gleichen Stahl und identische Härte haben.

Die aus Blattfedern oder alten Feilen selbsgebauten Waffen sind deutlich härter und werden die Wettkampfwaffen stark beschädigen.

Im Großen und Ganzen kann man von folgenden ausgehen: Trefferwaffen ca. 50 HRC / Theaterwaffen 54 - 58 HRC / für Schnittests 56 - 62 HRC / als Faustregel gilt: je härter der Stahl, desto leichter bricht die Klinge. Oder auch, je weicher, desto eher verbiegt sich die Klinge.

Im Trefferkampf sollten die Waffen weich sein, um einen Klingenbruch und damit herumfliegende Teile und durch den Bruch spitze Waffenreste zu erzeugen. Wer sich im Fernsehen einmal Fechten angesehen hat, bemerkt dass nach einem Durchgang die Waffen häufig wieder zurechtgebogen werden. > Auch hier wird das Prinzip verbiegen vor zerbrechen angewendet.


Griffbestigung:
Die meisten Schwerter sind entweder geschraubt, genietet oder verlötet.

verschraubt:
ist bei Stichwaffen wie Degen oder Rapieren Pflicht, da die Klingen aus Sicherheitsgründen regelmäßig gewechselt werden müssen.
Bei Schwertern ist es bei Schwerter der Einstiegspreisklasse weit verbreitet. Sie können allerdings leicht brechen. Häufig hat man Garantie auf Bruch der Klinge, allerdings bricht hier meist die Angel.
Diese Schwerter sind für den Schaukampf wenig, für die Feldschlacht nicht geeignet.
(Schwerter in der Regel die Einstiegspreisklasse, 70 - 150 €, Rapiere und Degen 120 € - 1500 €)

vernietet:
die häufigste Variante bei Schaukampfschwertern. Die Fertigung ist einfach, die Nachteile allerdings zahlreich.
- die Vernietung kann kann sich lockern (scheppern, lockerer Griff)
- wenig Material im Knauf (Bruchgefahr)
- hohe Kerbwirkung (Bruchgefahr)
- das Nachnieten ist schwierig
- ein Zerlegen der Waffe ohne Verkürzung des Griffes kaum/nicht möglich.
- wenn sich die Vernietung lockert, kann sich die Klinge leicht selbständig machen.
Für Schaukampf und Feldschlacht gut geeignet.
(ab ca. 120 € bis je nach Ausführung nach oben offen)

verlötet:
Die Angel geht in maximaler Materialstärke und Breite (min 2 cm) in den Knauf und ist dort mit Messinglot hartgelötet.
Mehr Material kann man nicht in den Knauf bringen, wodurch die höchste Festigkeit entsteht

Vorteile:

  • keine Kerbwirkung
  • diese Art der Verbindung kann sich nicht lockern
  • diese Art der Verbindung kann wieder gelöst werden ohne das Schwert zu beschädigen.
  • Für uns das Optimum für den langen, harten Einsatz. (ca. 150 € bis 280 €, Sonderanfertigungen 190 € bis 450 €)




Nachteil:

  • ein Zerlegen ist nur mit viel Zeitaufwand und nur für einen Fachmann machbar
  • häufig kommt es zu einem Klingeln der Parierstange