Gabel II

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Beschreibung

Durch das Polieren und seine Materialeigenschaften, 18/8 Edelstahl, verhält sie sich beim Essen wie Ihr Besteck zu Hause.

Durch den Poliervorgang, der nur im Mundbereich eingesetzt wird, erreichen wir die Qualität herkömmlichen Eßbestecks.

Die Gabel hat keinen Eigengeschmack, oder reagiert mit der Nahrung, wie das bei Eisenbesteck der Fall ist.

Durch den Herstellungsprozess werden allerdings vom Amboss und vom Hammer Eisenpartikel eingeschlagen, die im Griff zu Rostansatz führen können. Mit etwas Öl kann dieser ganz leicht entfernt werden. 

Länge ca. 16cm

etwas Gebelgeschichte:

Kleine, dreizinkige Gabeln sind in Europa schon aus römischer Zeit wie etwa aus einem Schatzfund von  Vienne bekannt. Von Byzanz aus gelangten sie wohl durch Heirat zwischen Fürstenhäusern in das Italien der Spätrenaissance

Quellen zufolge benutzten die Römer zur Zeit der Antike zum Aufspießen von Fleisch Essstäbchen, fünfzinkige Gabeln dienten nur zum Vorlegen; überwiegend aßen sie mit den Händen. Von Byzanz, dem ehemaligen Oströmischen Reich gelangte die Gabel im Frühmittelalter zu den Normannen, die intensive Handelsbeziehungen mit den Byzantinern unterhielten. Dies beweisen Funde von zwei- bis dreizinkigen Fleischgabeln aus Haithabu[1] und Birka. Sie wurde jedoch zu dieser Zeit im christlichen Mitteleuropa als Werkzeug des Teufels angesehen und daher nicht verwendet. Der erste Bericht über Gabeln in Mitteleuropa stammt aus dem 11. Jahrhundert vom Hof des Dogen Orseolo II. in Venedig. Der Kirchenlehrer Petrus Damiani berichtete, dass eine Prinzessin aus Byzanz sie eingeführt habe. Er verurteilt diese neue Mode als ?sündhafte Verweichlichung?.[2]

Kleine zweizinkige Gabeln benutzte der italienische Adel im Mittelalter zunächst, um sich beim Essen von Obst nicht die Hände zu beschmutzen. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts nennt das Haushaltsinventar des Königs von Frankreich zwölf Gabeln, zur selben Zeit besaß Herzog Karl von Savoyen nur eine einzige Gabel. Belegt ist, dass noch König Matthias Corvinus im 15. Jahrhundert mit den Fingern aß, ebenso Anna von Österreich und ihr Sohn Ludwig XIV. von Frankreich. Hier setzte sich die Gabel beim Adel später durch als in Italien. [3]

Um 1600 berichtet ein Chronist von einem Mahl in Frankreich: ?Während ich einen saftigen Braten verzehrte, bemerkte ich vier Herren, die nicht ein einziges Mal das Fleisch mit den Fingern berührten. Sie führten Gabeln zum Mund und beugten sich tief über ihre Teller. Da ich keine Erfahrung besaß, wage ich nicht, es ihnen nach zutun, und aß nur mit meinem Messer.[4]?

·  ? Petra Westphalen: Die Eisenfunde von Haithabu. Seite 158 - 160, ISBN 978-3-529-01410-9

·  ? Gert von Paczensky/Anna Dünnebier, Leere Töpfe, volle Töpfe. Die Kulturgeschichte des Essens und Trinkens, München 1994, S. 318

·  ? Hannsferdinand Döbler, Kochkünste und Tafelfreuden, 1972, S. 155 ff.

·  ? a b c Hannsferdinand Döbler, a.a.O. S. 157

 

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